Heute geht es weiter mit ein paar einfachen Techniken für die Gelliplate. Vor allem auch gedacht für diejenigen unter euch, die noch nicht so damit vertraut sind.
Alle Bilder stammen von Gabriele, im folgenden findet ihr auch ihre Anleitung:
Verwendet habe ich die runde Gel Press (6
inch) und als Farben die Dina Wakley Media Acrylics und die Fresco Finish Chalk
Acrylics von Paperartsy. Bei letzeren gibt es deckende, halbdeckende und
transparente Farben, wodurch sich unterschiedliche Effekte ergeben.
Als Vorbereitung habe ich einige stabile
Papiere mit Altenew 3D Embossingfoldern geprägt, um später Muster in die
Acrylfarbe zu drücken. Einige verwenden dazu auch die Embossingfolder direkt,
aber die Acrylfarbe sollte von den Foldern entfernt werden, bevor sie trocken
wird. Da ich das Reinigen vermeiden will, bevorzuge ich die geprägten Papiere.
Außerdem sehen diese manchmal mit Farbe so schön aus, dass man diese gleich als
Hintergrund für andere Karten verwenden kann.
Als weitere Vorbereitung habe ich mir sowohl
filigrane als auch flächige Stanzschablonen herausgesucht. Verwendet habe ich
dieses Mal Elizabeth Craft Designs Florals 21 und Elegant Leaves 1 und Sizzix
Woodland Stems. Wenn ich nur einen Gel-Druck machen will, dann verwende ich
schon mal auf die Schnelle dickeres Papier zum Ausstanzen. Will ich aber
mehrere Drucke machen, dann verwende ich zum Stanzen z.B. Verpackungsmaterial
aus Plastik, Overheadfolie oder wie dieses Mal Yupo.
Sozusagen zum Aufwärmen mache ich mir mehrere
einfarbige Drucke, die dann später die Basis für die weitere Bearbeitung sind.
Die Farbe verteile ich auf der Gelplatte mit einem Brayer.
Und dann geht das farbenfrohe Spektakel los. Ich trage
wieder mit dem Brayer Farbe auf der Gelplatte auf und lege die Stanzen darauf.
Dann kommt einer der vorbereiteten Basisdrucke darüber. An den Stellen, an
denen die Schablonen liegen, bleibt der Basisdruck sichtbar. Hier kann man dann
zum Spielen anfangen, z.b. in den Basisdrucken schon Muster mit einarbeiten.
Oder auf der Gelplatte, auf der die Schablonen liegen, Muster mit den geprägten
Papieren hineindrücken etc.
Nimmt man dann die Schablonen ab, dann ist meistens
unter den Schablonen noch die Acrylfarbe feucht. Hier man man diese Reste
direkt mit einem weiteren Basisdruck abnehmen. Oder man macht einen Ghostprint,
d.h. man lässt diese Farbreste trocknen, danach gibt man eine andere Acrylfarbe
dünn mit dem Brayer auf die Gelplatte und nimmt dann mit einem Papier sowohl
die Farbe als auch die trockenen Farbreste ab. Da entstehen oft wunderschöne
zarte Hintergründe. Die Möglichkeiten sind hier echt unbegrenzt.
Einige der Drucke habe ich unverändert nach dem Ausstanzen
mit einem Spruch auf quadratische Karten geklebt.
Und hier noch ein paar fertige Kartenbeispiele:
Probiert es aus - arbeiten mit der Gelliplate macht sehr viel Spaß und man hat schnell viele schöne Hintergründe, so dass man immer was zur Hand hat, wenn es zeitlich mal enger ist.
Gelliplates gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen, auch quadratische und rechteckige.
Und wenn euch Drucke einmal nicht gefallen, dann könnt ihr sie z.B. zum Ausstanzen verwenden. Oder für die Auswaschtechnike verwenden (siehe Beitrag vom 30.7.23).